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Nazi-Looted Property in Libraries, Hannover, 8-9 November 2007

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Events and Conferences

Description
The conference took place at the Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, Hannover, on 8-9 November 2007. The information posted online by the Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek is reproduced below. The programme is available here. A list of speakers and subjects is also set out below.

The papers will be published in May 2008. The publication will be presented to the public on 9 May 2008 at the Gottfried Wilhelm Leibniz Library in Hanover. Summaries /Abstracts of the papers are currently available here (in German): http://www.gwlb.de/aus_und_fortbildung/ns-raubgut/

Speakers and subjects

Peter Marmein (Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek) Begrüßung der Teilnehmer

Themenblock 1: Organisatoren, Mittler und Nutznießer des Raubes

Cornelia Briel (Berlin) Die Preußische Staatsbibliothek und die Reichstauschstelle als Verteilerinstitutionen beschlagnahmter Literatur. Strukturen. Hypothesen.

Karsten Sydow (Berlin) Die Erwerbungspolitik der Preußischen Staatsbibliothek in den Jahren 1933 bis 1945

Dr Christiane Kuller (München) Die deutschen Finanzbehörden und die Bücher der Deportationsopfer

Werner Schroeder (Oldenburg) Der Raub von Kirchen- und Klosterbibliotheken durch Gestapo & SD

Themenblock II: Zum Umgang mit NS-Raubgut

Dr Jürgen Weber (Weimar) NS-Raubgut und Herausforderungen für ein neues Sammlungsmanagement

Maria Kesting (Hamburg) Werkstattbericht aus der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Almut Hielscher, Stefan Lutz (München) Bayerische Staatsbibliothek: Recherche und Rückgabe von Büchern aus dem Verlag Geca Con Belgrad

Hauptrabbiner von Pinsk-Belarus Yochonon Berman Die verlorene Sammlung der chassidischen Gemeinde von Karlin-Stolin (Wolhynien u. Belarus)

Stefan Alker, Dr Christina Köstner (Wien) Erwerbungspolitik an der UB Wien während der NS-Zeit – Bericht der Provenienzforschung der UB Wien

Elke Pophanken (Münster) Verbotene und beschlagnahmte Bücher im Bestand der Universitäts- und Landesbibliothek Münster

Ausstellungseröffnung in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek
"Displaced Books. NS-Raubgut in der Universitätsbibliothek Marburg"

Dr Georg Ruppelt, Direktor der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

Wolfgang Maurus, Referatsleiter beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Berlin

Dr Bernd Reifenberg, Universitätsbibliothek Marburg

Moderation: Dr. Jürgen Babendreier, Bibliotheksdirektor a. D., Bremen

Uhrzeit Vortragende / Vortragender Thema

Liliana Ruth Feierstein (BuenosAires/Bayreuth), Liliana Furman (Buenos Aires/Freiburg) Raub und Restitution in den jüdischen Quellen. Eine Annäherung.

Jim Tobias (Nürnberg) Zur Entstehungsgeschichte der Bibliotheken in den jüdischen DP-Camps

Identifizierung von Raubgut

Dr Hans-Dieter Schmid (Hannover) Auf der Suche nach der Bibliothek der Israelitischen Gartenbauschule Ahlem

Christiane Hoffrath (Köln) Die Bibliothek der Geschwister Elise und Helene Richter

Eike Christian Busch (Absolvent FH Hannover) Die Sammlung Lauenstein

Heike Tröger (Rostock) Zum Stand der Forschung in der Universitätsbibliothek Rostock

Dr Georg Ruppelt Schlusswort

Dr. Cornelia Regin: Führung durch die Ausstellung "Enteignet, zerstört, entschädigt - Die Kunstsammlung Gustav Rüdenberg 1941-1956" im Stadtarchiv Hannover

Online Information
Drittes Hannoversches Symposium
NS-Raubgut in Bibliotheken 2007. Suche. Ergebnisse. Perspektiven gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
8. und 9. November 2007

Seit im Dezember 1998 die „Washingtoner Erklärung” und im Herbst 2002 der „Hannoversche Appell” die Suche nach NS-Raubgut in den Bibliotheken zu einem Gebot der Stunde erklärten, ist manches geschehen:

Im November 2002 fand gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landtag das Erste Hannoversche Symposium zum Thema „Jüdischer Buchbesitz als Beutegut” statt. Seine ca. 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer formulierten den „Hannoverschen Appell”.

Im November 2003 folgte die Fortbildungsveranstaltung „NS-Raubgut und Restitution in Bibliotheken”. Sie machte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Erschließung der Quellen, der Sichtung und Erfassung von Raubgut-Beständen und dem Vorgehen bei der Suche nach den rechtmäßigen Besitzern vertraut. Der praxisorientierte Workshop bildete die Grundlage für den 2005 veröffentlichten „Leitfaden für die Suche von NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut in Bibliotheken”.

Im Mai 2005 kamen mehr als 100 Fachleute zum Zweiten Hannoverschen Symposium „Jüdischer Buchbesitz als Raubgut” zusammen. Das zweitägige Programm wurde von Referentinnen und Referenten aus neun Ländern (Argentinien, Deutschland, Israel, Italien, Norwegen, Österreich, Polen, Russland, USA) bestritten. Es diente dem internationalen Austausch, der Koordination der Suche nach geraubtem Kulturgut im Sinne der „Washingtoner Erklärung” und gab Rechenschaft über den Stand der Forschung. Dazu erschien ein ausführlicher Tagungsband im Verlag Vittorio Klostermann.

Seitdem hat sich in einigen Bibliotheken viel bewegt.

Dies ist Anlass für das

Dritte Hannoversche Symposium
NS-Raubgut in Bibliotheken 2007
Suche • Ergebnisse • Perspektiven

Neben Beiträgen aus einzelnen Bibliotheken, Archiven, Forschungseinrichtungen wollen wir darüber berichten, in wieweit das Thema NS-Raubgut in den Ausbildungseinrichtungen behandelt wird. Das aktuelle Symposiumsprogramm finden Sie hier.

Im Zusammenhang mit dem Dritten Hannoverschen Symposium wird in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover außerdem die Ausstellung „Displaced Books. NS-Raubgut in der Universitätsbibliothek Marburg” eröffnet.

Parallel zum Dritten Hannoverschen Symposium zeigt das Stadtarchiv Hannover vom 7. November bis 15. Dezember 2007 die Ausstellung „Enteignet, zerstört, entschädigt – Die Kunstsammlung Gustav Rüdenberg 1941–1956”. Diese Ausstellung wird am 6. November 2007, um 19 Uhr eröffnet.

Das Dritte Hannoversche Symposium findet am 8. und 9. November im Behördenhaus, Am Waterlooplatz 11, 30169 Hannover statt.

Ansprechpartner:
Ulrich Kandolf
Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek
Waterloostr. 8, 30169 Hannover
Tel.: +49 511 1267–209
E-Mail: ulrich.kandolf@gwlb.de


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