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Museums under National Socialism, Deutsches Historisches Museum Berlin, 13-15 June 2013

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Not until a few years ago did museums in Germany begin to intensively investigate their own history as institutions under the National Socialist regime.

The Richard-Schöne-Gesellschaft für Museumsgeschichte e.V. (Richard Schöne Society for the History of Museums e.V.) and the Deutsches Historisches Museum (German Historical Museum) in Berlin, are taking this recent development as an opportunity to convene a symposium on the history of museums during the time of National Socialism. Current research undertaken at universities or in museums on the topic will be brought together within this framework. The goal is to obtain new insights, based on the research results, about the function, development and importance of the museum as an institution during the Third Reich.

The conference has been consciously designed to cover a broad range of institutions: it will focus on museums of art or decorative arts as well as on natural science, ethnological, folk art, or local history museums - whether state or local collections, whether museums in Berlin, individual German regions, or areas occupied by Germany. The central issues of interest will be the following:

These topics can be illuminated from a comparative perspective or as case studies. Not only reports of research already completed, but also accounts of research work-in-progress are particularly welcome.

The conference took place June 13-15, 2013 in the DHM in Berlin. The conference languages were German and English. 

To read a pdf of the abstracts of each talk, click here.

German version

Museen im Nationalsozialismus

Erst vor wenigen Jahren haben Museen in Deutschland damit begonnen, ihre eigene Institutionsgeschichte während des nationalsozialistischen Regimes intensiver zu erforschen.

Die Richard-Schöne-Gesellschaft für Museumgeschichte e.V. und das Deutsche Historische Museum in Berlin nehmen diese Entwicklung zum Anlass, die an Museen und Universitäten vorgenommenen aktuellen Untersuchungen im Rahmen eines Symposiums zur Museumsgeschichte in der NS-Zeit erstmals zusammenzuführen. Ziel ist es, aus den Forschungsergebnissen Erkenntnisse über Funktion, Entwicklung und Bedeutung der Institution Museum während des Dritten Reiches zu gewinnen.

Das Spektrum der Tagung ist bewusst weit gefasst: Kunst- und Kunstgewerbemuseen werden ebenso in den Blick genommen wie naturwissenschaftliche, ethnologische, Volkskunde- oder Heimatmuseen, staatliche ebenso wie kommunale Sammlungen, Museen in Berlin und den einzelnen deutschen Regionen ebenso wie solche in den von Deutschland okkupierten Gebieten. Im Mittelpunkt sollen dabei vor allem folgende Aspekte stehen:

- die politischen und administrativen Rahmenbedingungen für die Museumsarbeit (offizielle Zielvorstellungen, Zuständigkeiten, politische Absichten und Vorgehensweisen, Erlasse)
- die Museumsakteure (Kontinuitäten und Brüche im Personalbereich, Methoden der Unterdrückung, Entlassungen, NS-Zugehörigkeit, politische Abhängigkeiten, Kollaboration, Widerstand)
- die Sammlungspraxis (Kurswechsel/Kontinuität/Stillstand, Schwerpunkte der Ankaufspolitik, Neuzugänge aus Beschlagnahmen, Verkäufe, Aussonderungen, Verluste, Rettungsmaßnahmen)
- Formen der Museumsinszenierung (Museumsbauten, Raumgestaltung, Inszenierungspraxis, Teilschließungen, Sammlungsneuordnung)
- Formen von Propaganda (Museumsgründungen, Sonderausstellungen, Museumspädagogik, Publikationen, Werbemaßnahmen, neue Medien)
- die Museen im internationalen Kontext (Rezeption der deutschen Museen in der zeitgenössischen auswärtigen Kritik, Wege/Störungen internationaler Kooperationen, Reaktionen/Gegenreaktionen auf Museumsentwicklungen im Ausland)
- der Umgang der Museen mit ihrer NS-Geschichte in der unmittelbaren Nachkriegszeit

Die Aspekte können aus vergleichender Perspektive oder als Fallbeispiele beleuchtet werden. Gefragt sind nicht nur Berichte über bereits abgeschlossene Forschungen, sondern ausdrücklich auch Werkstattberichte aus laufenden Projekten.

Die Tagung wird vom 13.-15. Juni 2013 im DHM in Berlin stattfinden. Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Vortragsvorschläge in einem Umfang von max. 2000 Zeichen inkl. Leerzeichen sowie Kurzangaben zum Lebenslauf werden bis zum 20.06.2012 erbeten an: museen_im_ns@web.de


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