Previous:

"Legalisierter Raub“ Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945 - "Legalized Robbery" The Treasury and Plundering of Jews in Hesse 1933-1945, Exhibition, Regionalmuseum Wolfhagen, Germany 17 January - 7 April 2013

Laws, Policies and Guidelines
Events and Conferences

The exhibition deals with the laws and regulations that were intended in 1933 to enable the plundering of Jewish citizens. It shows how officials of the tax authoritiesimplemented regulations to this end in cooperation with other departments and institutions, and it tells of those who were victims of these actions. It shows how the German Reich achieved the plunder of the Jews, through the Flight Tax, numerous special levies and finally by their forced emigration or forced departures and deportations from their homes.  After the deportations occurred, there were everywhere publicly announced auctions of "Jewish-owned" property. Tableware, furniture, toys, dishes, even food changed hands. The exhibition features offenders and victims - in the introductory panels are included Franz Soetbeer, Walter Mahr, Artur Lauinger, Paul Graupe, Alexander Fiorino, Fritz Reinhardt, Martin Buber, Waldemar Kämmerling and the families Guthmann, Cahn, Grünebaum, Reinhardt, Pacyna and Goldmann.  .

The exhibition will have a regional focus and tell the story of the looting of the Jewish population in the region and the fate of families of the region, including that of Salomon and Emma Kron.

"Legalisierter Raub“
Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945


Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks.
Mit Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

„Legalisierter Raub“ beschäftigt sich mit den Gesetzen und Verordnungen, die ab 1933 auf die Ausplünderung jüdischer Bürger zielten. Sie stellt die Beamten der Finanzbehörden vor, die die Gesetze in Kooperation mit weiteren Ämtern und Institutionen umsetzten, und sie erzählt von denen, die Opfer dieser Maßnahmen wurden. Sie zeigt, wie das »Deutsche Reich« durch die Reichsfluchtsteuer, zahl­reiche Sonderabgaben und schließlich durch den vollständigen Vermögenseinzug sowohl an denen verdiente, die in die Emigration getrieben wurden, wie an jenen, die blieben, weil ihnen das Geld für die Auswanderung fehlte oder weil sie ihre Heimat trotz allem nicht verlassen wollten. Nach den Deportationen kam es über­all zu öffentlich angekündigten Auktionen aus »jüdischem Besitz«: Tischwäsche, Möbel, Kinderspielzeug, Geschirr, Lebensmittel wechselten die Besitzer.
 
Regionaler Schwerpunkt
Wie an jedem ihrer bisherigen Standorte wurde die Ausstellung auch für die Prä­sentation in Wolfhagen mit einem neuen Schwerpunkt versehen. Er beschäftigt sich mit der Ausplünderung der jüdischen Bevölkerung in der Region und erzählt unter anderem vom Schicksal der Familie Kron:

Salomon Kron, geboren am 9. November 1869, stammte aus einer in Wolfhagen alt eingesessenen, wohlhabenden Familie. Gemeinsam mit seiner Frau Emma und den beiden Kindern Theodor und Charlotte lebte er in einem mehrstöckigen Fachwerkhaus in der Mittelstraße 26, in dem das Ehepaar auch sein Manufaktur­warengeschäft betrieb. In den zehner und zwanziger Jahren trafen die Familie schwere Schicksals­schläge: Die Tochter Charlotte starb mit 11, Ehefrau Emma mit 48 Jahren. Nach der „Machtübernahme“ durch die Nationalsozialisten gelang Sohn Theodor, der in Wolfhagen und Arolsen zur Schule gegangen war, in Würzburg Medizin studiert und in Kassel als HNO-Arzt praktiziert hatte, im Sommer 1938 die Emigra­tion in die USA. Salomon Kron blieb allein in Wolfhagen zurück. Nach der Pogromnacht 1938 war er gezwungen, sein Haus und seinen Grundbesitz zu verkaufen. Den Verkaufserlös erhielt er nicht: Er war, wie zu dieser Zeit bereits üblich, „auf ein Sperrkonto bei der Devisenbank einzuzahlen, über das nur mit Genehmigung der zuständigen Devisenstelle verfügt werden“ durfte. Salomon Kron zog nach Kassel. Auch er wollte auswandern, doch am 11. April 1941 wurde er im Arbeitserziehungslager Breitenau inhaftiert. Trotz seines hohen Alters und einer Herzschwäche wurde er zu Arbeitseinsätzen in der Landwirt­schaft herangezogen. Er starb wenige Monate später in Breitenau am 21.6.1941.

To read the full details in German, click here or here for the live Fritz Bauer site.

An exhibition of the Fritz Bauer Institute and Frankfurt Radio. Supported by the Savings Bank Cultural Foundation Hessen-Thüringen and the Hesse Ministry for Science and Art.


Exhibition venue:

Regionalmuseum Wolfhager Land e.V.,
Ritterstr. 1,
34466 Wolfhagen

Fritz Bauer Institut

Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69.798 322-40
Telefax: +49 (0)69.798 322-41
E-Mail: info(at)fritz-bauer-institut.de
http://www.fritz-bauer-institut.de/legalisierter-raub.html

 




© website copyright Central Registry 2017