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NS-Raubkunst: Drei Fälle sind bekannt

1970
1945
WAZ 6 September 2013

Dass jüdische Erben von der Stadt die Rückgabe der Gemälde „Fruchtkorb an einer Eiche“ (Abraham Mignon) und „Pariser Wochentag“ (Adolf Menzel) fordern, ist allgemein bekannt. Aber wie verhält es sich außerdem mit Auseinandersetzungen über mutmaßliche NS-Raubkunst in Düsseldorfs Kulturinstituten? Die Linke fragte im Kulturausschuss nach.

Im Fall der Gemälde, die sich in der Sammlung des Museum Kunstpalast befinden, wurde im Juli die Beratende Kommission angerufen, so Kulturdezernent Hans-Georg Lohe. Die Entscheidung steht noch aus. Beide Seiten erklärten sich jedoch bereit, das Urteil anzuerkennen. Außerdem machen die Erben jüdischer Vorbesitzer bei einem weiteren Gemälde Restitutionsansprüche geltend. Es handelt sich um ein Selbstbildnis von Wilhelm von Schadow. Das Ölgemälde ist im Stadtmuseum ausgestellt, derzeit wird noch verhandelt.

Insgesamt, so Lohe weiter, habe das Kunstmuseum zwischen 1933 und 1945 rund 600 Gemälde, Skulpturen und Möbel sowie rund 2 700 Zeichnungen erworben. Die Werke wurden nicht direkt aus jüdischem Besitz gekauft, sondern über Galerien, Händler und Kunstvermittler. Davon fielen rund 120 Werke 1937 der Beschlagnahme-Aktion „Entartete Kunst“ zum Opfer, rund 60 wurden in der NS-Zeit veräußert oder gingen verloren. Die übrigen befinden sich noch in der Sammlung des heutigen Museum Kunst Palast. Für das Stadtmuseum sind von 1933 bis 1945 rund 700 Ankäufe nachweisbar. Ob diese von jüdischen Besitzern gekauft wurden, könne, so Lohe, anhand der Inventarbücher nicht beantwortet werden.

Seit dem Januar 2010 ist im Museum Kunstpalast eine feste Mitarbeiterin mit der sogenannten Provenienzforschung beschäftigt. Bisher wurden über 150 Kunstwerke der Abteilung Moderne untersucht und als unbedenklich eingestuft. Bei weiteren 200 Bildern der Gemäldegalerie wird das Ergebnis im September 2014 erwartet.


Dass jüdische Erben von der Stadt die Rückgabe der Gemälde „Fruchtkorb an einer Eiche“ (Abraham Mignon) und „Pariser Wochentag“ (Adolf Menzel) fordern, ist allgemein bekannt. Aber wie verhält es sich außerdem mit Auseinandersetzungen über mutmaßliche NS-Raubkunst in Düsseldorfs Kulturinstituten? Die Linke fragte im Kulturausschuss nach.

Im Fall der Gemälde, die sich in der Sammlung des Museum Kunstpalast befinden, wurde im Juli die Beratende Kommission angerufen, so Kulturdezernent Hans-Georg Lohe. Die Entscheidung steht noch aus. Beide Seiten erklärten sich jedoch bereit, das Urteil anzuerkennen. Außerdem machen die Erben jüdischer Vorbesitzer bei einem weiteren Gemälde Restitutionsansprüche geltend. Es handelt sich um ein Selbstbildnis von Wilhelm von Schadow. Das Ölgemälde ist im Stadtmuseum ausgestellt, derzeit wird noch verhandelt.

Insgesamt, so Lohe weiter, habe das Kunstmuseum zwischen 1933 und 1945 rund 600 Gemälde, Skulpturen und Möbel sowie rund 2 700 Zeichnungen erworben. Die Werke wurden nicht direkt aus jüdischem Besitz gekauft, sondern über Galerien, Händler und Kunstvermittler. Davon fielen rund 120 Werke 1937 der Beschlagnahme-Aktion „Entartete Kunst“ zum Opfer, rund 60 wurden in der NS-Zeit veräußert oder gingen verloren. Die übrigen befinden sich noch in der Sammlung des heutigen Museum Kunst Palast. Für das Stadtmuseum sind von 1933 bis 1945 rund 700 Ankäufe nachweisbar. Ob diese von jüdischen Besitzern gekauft wurden, könne, so Lohe, anhand der Inventarbücher nicht beantwortet werden.

Seit dem Januar 2010 ist im Museum Kunstpalast eine feste Mitarbeiterin mit der sogenannten Provenienzforschung beschäftigt. Bisher wurden über 150 Kunstwerke der Abteilung Moderne untersucht und als unbedenklich eingestuft. Bei weiteren 200 Bildern der Gemäldegalerie wird das Ergebnis im September 2014 erwartet.
http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/ns-raubkunst-drei-faelle-sind-bekannt-aimp-id8407747.html#579834224
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