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Parzinger will Bildherkunft schnellstmöglich aufklären - Parzinger will clarify the ownership of the painting as quickly as possible

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Augsburger Allgemeine 12 April 2014

Ein mögliches Raubkunst-Gemälde im Büro des Stiftungspräsidenten Hermann Parzinger sorgt für Wirbel. Erzwangen die Nazis einst die Herausgabe des Kokoschka?


Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Hermann Parzinger, hier mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). In Parzingers Büro hängt ein Kokoschka-Gemälde, das eventuell von den Nazis geraubt wurde.
Foto: Stephanie Pilick, dpa

Wieder einmal gibt es Wirbel um vermeintliche Nazi-Raubkunst. Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, will den Verdacht bei einem Kokoschka aus seinem Arbeitszimmer schnellstmöglich klären. Sollte sich herausstellen, dass die jüdische Galerie Caspari das Bild «Pariser Platz in Berlin» unter dem Druck der Nazis verkaufen musste, werde es selbstverständlich zurückgegeben, versicherte Parzinger am Donnerstag in Berlin. «Wir haben da eine ganz klare Haltung.»

Raubkunst-Verdacht: Wurde Bild bereits vor Machtübernahme verpfändet?

Das Bild hing seinen Angaben zufolge schon bei seinem Dienstantritt im Arbeitszimmer des Präsidenten. Man sei bisher davon ausgegangen, dass die Galerie Caspari das Gemälde schon vor Beginn der Nazi-Zeit an die Dresdner Bank verpfändet habe. Bei der laufenden Provenienzrecherche im Haus seien dann jedoch Zweifel am bisherigen Wissensstand aufgekommen.

Stiftung will Herkunft des Kokoschka schnell klären

«In dem Moment, wo das scheinbar sichere Bild mit dem Hauch eines Fragezeichens versehen war, haben wir sofort reagiert», so Parzinger. Die Stiftung sei sich seit langem ihrer Verantwortung für unklare Werke bewusst und versuche auch von sich aus, mögliche Erben ausfindig zu machen. Auf den Kokoschka hat seinen Angaben zufolge bisher noch niemand Anspruch erhoben. Vor gut einem Jahr hatte der Münchner Kunstfund für großes Aufsehen gesorgt. Einige Bilder aus der damals entdeckten privaten Sammlung von Cornelius Gurlitt gelten als Raubkunst. dpa/AZ

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