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Museum Wiesbaden kann Raubkunst-Gemälde ankaufen - Wiesbaden Museum is able to acquire looted painting

1970
1945
Salzburg24 7 November 2014

Das Museum Wiesbaden hat genug Geld aufgebracht, um einen Kunstraub der Nazis an einer jüdischen Familie wiedergutzumachen. Für 200.000 Euro bleibt das Gemälde “Die Labung” von Hans von Marées im Bestand des Museums, sagte Direktor Alexander Klar am Freitag. Der jüdische Unternehmer Max Silberberg hatte das Werk 1935 unter Druck versteigern müssen. 1980 gelangte es in den Besitz des Landesmuseums.

Die Summe wird zu je einem Drittel von der Kulturstiftung der Länder und vom Förderverein des Museums aufgebracht. Eine Spendenaktion der Wiesbadener Bevölkerung für das letzte Drittel erreichte mit 35.000 Euro nicht ganz das Ziel, doch trägt die Hessische Kulturstiftung den Rest.
Deutschland stehe in der Verantwortung, nach der Herkunft von Kunstwerken in seinen Museen zu forschen, sagte der hessische Kunstminister Boris Rhein (CDU): “Wir werden zentral in Hessen nach Raubkunst suchen.” Dazu soll 2015 am Museum Wiesbaden eine Zentralstelle mit zwei Wissenschaftern geschaffen werden, die auch die Bestände der Landesmuseen Darmstadt und Kassel erforschen.

“Es geht alle Museen an”, sagte auch Klar. “Die Labung” hatte bis 1935 dem jüdischen Unternehmer Max Silberberg aus Breslau gehört, der seine Kunstsammlung auf Druck der Nationalsozialisten verkaufen musste. Eine Wiesbadener Familie vermachte das Bild 1980 dem Museum. Klar gab es den Silberberg-Erben, einer Stiftung in Großbritannien, zurück. Diese willigte in einen Verkauf ein, weil sich das Museum einen guten Ruf mit der Rückgabe von Raubkunst erarbeitet hat.

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