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Skandal um verkaufte NS-Raubkunst - Nazi-Looted Art Scandal

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Focus Magazine 25 June 2016


US-Soldaten entdeckten gelagerte Raubkunst der Nazis

Bayerische Museen haben laut einem Zeitungsbericht bis in die 90er Jahre NS-Raubkunst zugunsten der öffentlichen Kassen verkauft. Dies berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Recherchen der Londoner Commission for Looted Art in Europe (CLAE).

Unter den veräußerten Kunstwerken hätten sich auch Werke befunden, die jüdischen Sammlern während des Nationalsozialismus geraubt oder abgepresst wurde.

Demnach waren die Kunstwerke nach Kriegsende von der US-Armee konfisziert und den deutschen Behörden treuhänderisch übergeben worden. Doch statt die Bilder ihren früheren jüdischen Eigentümern zurückzugeben, hätten die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen die Bilder teilweise wieder an die Familien früherer NS-Größen verkauft, berichtete die Zeitung.

Tochter von Hitlers Leibfotografen verkaufte Raubkunst weiter

So habe 1963 Henriette Hoffmann, Tochter von Hitlers Leibfotografen Heinrich Hoffmann und geschiedene Ehefrau des Wiener Reichsstatthalters Baldur von Schirach, ein Bild erworben, das einer jüdischen Familie in Wien gehörte. Später verkaufte sie dieses gewinnbringend weiter. Heute hängt das Bild laut der „Süddeutschen Zeitung“ im Dombauverein in Xanten, der das Bild weiterhin nicht restituiert hat.

http://www.focus.de/kultur/kunst/skandal-um-bayerische-museen-staatsgemaeldesammlungen-verkauften-ns-raubkunst_id_5669764.html
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