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Antragsrekord für Suche nach NS-Raubkunst - Record number of applications for Nazi looted-art searches

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FOCUS Online 12 June 2014
 

Bei der Suche nach NS-Raubkunst bemühen sich deutsche Museen verstärkt um finanzielle Unterstützung.

In den ersten Monaten des Jahres habe die Berliner Arbeitsstelle für Provenienzforschung (AfP) 29 Anträge auf längerfristige Hilfe bei der Suche nach geraubten Werken in ihren Beständen bekommen - ein Rekord, wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Donnerstag mitteilte. Der AfP-Beirat wolle 20 Anträge bewilligen. Im Etat von Grütters werden dafür insgesamt 2 Millionen Euro bereitgestellt, weitere 1,2 Millionen Euro steuern Museen und Bibliotheken als Eigenanteil bei.

Unterstützt werden erstmals die Kunstsammlungen der Veste (Coburg), das Museum im Kulturspeicher (Würzburg), das Jüdisches Museum Berlin, die Museumslandschaft Hessen (Kassel), die Freie Universität Berlin sowie die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen. Nach der Entdeckung der Sammlung Gurlitt waren Forderungen laut geworden, die Suche nach NS-Raubkunst zu verbessern. Grütters hatte die Bundesmittel dafür auf vier Millionen Euro verdoppelt. Seit 2008 wurden insgesamt 15 Millionen Euro für Provenienzforschung bereitgestellt.

 

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