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Raubkunst-Zentrum kann noch dieses Jahr starten - Centre for Looted Art could be opened this year

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Die Welt 10 September 2014
 

Das geplante Zentrum zur deutschlandweiten Suche nach NS-Raubkunst kann nach den Worten von Kulturstaatsministerin Monika Grütters noch dieses Jahr an den Start gehen. Das kündigte die CDU-Politikerin am Mittwoch in der Haushaltsdebatte des Bundestags an. Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste, so der offizielle Name, soll die Suche nach einst von den Nazis geraubten Kunstwerken in Museen, Archiven und Bibliotheken stärken. Sitz wird Magdeburg. Grütters erklärte, 60 Prozent der deutschen Museen hätten ihre Bestände noch nicht auf NS-Raubkunstverdacht hin untersucht. Nur in zehn Prozent der Fälle stünden die Mittel dafür bereit. Hier könne das mit Ländern und Kommunen vereinbarte Zentrum helfen.

Schon heute gibt es in der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt die Koordinierungsstelle Magdeburg als zentrale deutsche Serviceeinrichtung für Kulturgutdokumentation und Kulturgutverluste. Bund und Länder tragen sie gemeinsam. Seit rund 13 Jahren betreibt die Koordinierungsstelle Magdeburg die Lost-Art-Online-Datenbank, auf der Kunstgegenstände gezeigt und beschrieben werden, deren Herkunft nicht geklärt ist oder die vermisst werden.

http://www.welt.de/regionales/sachsen-anhalt/article132103397/Raubkunst-Zentrum-kann-noch-dieses-Jahr-starten.html
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