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Ein zweifelhaftes Millionen-Geschenk - An equivocal gift of a million Swiss francs

1970
1945
Berner Zeitung 3 April 2015
Von Oliver Meier

Mit anonymen Geldern ersteigerte das Kunstmuseum bei der Galerie Kornfeld ein Millionen-Gemälde, dessen Herkunft falsch recherchiert worden ist. Das Bild wurde von den Nazis beschlagnahmt und landete bei einem zwielichtigen Sammler.

Im Juni 2000 für 1,5 Millionen Franken bei Kornfeld ersteigert: «Dünen und Meer» von E.L.Kirchner, 1913 auf der Ostseeinsel Fehmarn gemalt, gehört dem Kunstmuseum Bern.
Bild: zvg/Kunstmuseum Bern

Vor kurzem stufte Kunstmuseumsdirektor Matthias Frehner den Fall als «aufklärungsbedürftig» ein. Konfrontiert mit den Ergebnissen, will er keine Stellung nehmen. (Bild: Susanne Keller)

Was für ein Geschenk! Nicht vom Himmel zwar – aber fast. Im September 2000 verkündete das Kunstmuseum Bern die frohe Botschaft: Dank einer anonymen Spende habe man in der Juni-Auktion bei Eberhard W.Kornfeld ein Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner ersteigern können.

Titel: «Dünen und Meer». Schätzpreis: 700'000 Franken. Zuschlagspreis: 1,45 Millionen. Das Museum, ausgestattet mit einem jährlichen Ankaufsbudget von 200'000 Franken, hatte vom unbekannten Wohltäter genau die fehlenden 1,5 Millionen erhalten. Wohltäter? Oder Wohltäterin? An der Hodlerstrasse zuckte man mit den Schultern.

Die gewünschte Anonymität sei derart strikt gewahrt worden, dass selbst dem Museum kein Name bekannt sei, liess der damalige Direktor Toni Stooss verlauten. Was will man auch fragen. Zu schön ist das Werk, das im Frühherbst 2000 den reichen Be-stand an Kirchner-Bildern im Kunstmuseum ergänzen soll. Über 30 Werke befinden sich be-reits im Haus, darunter diskrete Dauerleihgaben von Eberhard W.Kornfeld und der Galerie Henze&Ketterer in Wichtrach.

Eine Ode an die Natur

Ernst Ludwig Kirchner (1880– 1938) ist der bekannteste Vertreter des deutschen Expressionismus. Er starb in Davos, nachdem er sich ins Herz geschossen hatte. Berühmt sind seine Grossstadtbilder, die das hektische Gewimmel der Moderne spiegeln. «Dünen und Meer» indes steht für das pure Gegenteil. Es ist eine Ode an die Natur, gemalt mit grossem Gestus, 1913 auf der Ostseeinsel Fehmarn, wo Kirchner die Sommermonate verbrachte.

Noch konnte Kirchner damals sein Schicksal und das seiner Bilder nicht ahnen. Zwei Jahrzehnte später aber wird der führende Expressionist zur Hassfigur, diffamiert für seine Kunst, die als «entartet» gilt. 1937 werden in Deutschland über 600 Kirchner-Werke aus Museen entfernt, 32 davon in der berühmt-berüchtigten Wanderausstellung «Entartete Kunst» vorgeführt.

Ihr weiteres Schicksal ist nebulös, wie bei vielen der fast 20'000 Werke, die in Deutschlands düsteren Jahren beschlagnahmt worden sind. Einige werden wahrscheinlich zerstört, verbrannt bei einer «Löschübung» am 20. März 1939 im Hof der «Alten Feuerwache» in Berlin. Und nicht wenige werden verwertet im Namen der Nazis, um Devisen zu generieren – ein Zustupf für die Kriegskasse.

Die Kunsthändler Bernhard A.Böhmer, Karl Buchholz, Ferdinand Möller und Hildebrand Gurlitt verkaufen die Werke in offiziellem Auftrag. Oder horten sie, auch nach dem Krieg. Den Überblick hat da schon längst niemand mehr. Und im Kunsthandel der Nachkriegszeit, in dem Händler wie Roman Norbert Ketterer oder Eberhard W.Kornfeld zu grossen Figuren avancieren, hütet man sich, nach der genauen Herkunft von Werken zu fragen.

Noch immer gibt es Tabus

Heute geht das nicht mehr. Auch nicht in der Schweiz, wo es etwas länger dauerte, bis der Staat notwendige Sorgfaltspflichten einforderte und wo gewisse Themen noch immer tabu sind. Die Frage etwa, wie man mit Werken umgeht, die jüdische Besitzer in der Nazizeit unter Druck veräusserten, um ihre Flucht zu finanzieren.

Graubereiche gibt es da, und in den Museen zeigt man sich wenig motiviert, den Dingen ganz auf den Grund zu gehen. Wie gut, geht das Kunstmuseum Bern mit gutem Beispiel voran, könnte man meinen. Die Gurlitt-Vereinbarung mit Deutschland, im November 2014 unterzeichnet, übernimmt die Raubkunstkriterien des Nachbarlandes. Und die sind in entscheidenden Punkt strenger. Der Fall Gurlitt werde auch in der Schweiz zu einem Umdenken im Umgang mit «entarteter Kunst» und Raubkunst führen, prophezeite Museumsdirektor Matthias Frehner jüngst im Magazin «Focus». «Man wird das Thema bewusster angehen.»

Keine Recherchen im Haus

Was aber hat das Kunstmuseum selber im Keller? Die hochkarätige Kollektion umfasst heute über 47000 Werke, ein Grossteil davon sind Papierarbeiten. Im Dezember 2013 sprach Frehner von «grossen Anstrengungen», die das Museum unternommen habe, die Herkunft von Bildern zu klären. «Wir gehen heute davon aus, dass wir keine Raubkunst haben.» Doch auf die Nachfrage dieser Zeitung, was unter «grossen Anstrengungen» zu verstehen sei, musste der Direktor kurz darauf einiges relativieren.

Frehner holte ein Dokument hervor. Titel: «Stand der Provenienzrecherchen» – jener Fragebogen, den das Bundesamt für Kultur 2008 den Schweizer Museen zukommen liess. «Hat Ihre Institution im Lichte der NS-Raubkunstproblematik aktiv Provenienzrecherchen betrieben?», wird darin gefragt. «Nein», lautete die Antwort des Kunstmuseums Bern.

Eine bedenkliche Aussage, das war sich Frehner bewusst. Was folgte, war ein rhetorischer Eiertanz. Das Nein des Kunstmuseums sei zu relativieren, so Frehner. «Die Frage nach der Herkunft unserer Sammlungsbestände war bereits bei meinem Vorgänger Toni Stooss ein Thema. Es stellte sich heraus, dass wir eine saubere Inventarpraxis haben. Dadurch konnten wir mögliche Problembilder ziemlich schnell erkennen. Und diese Werke zu prüfen, war in den meisten Fällen nicht sehr aufwendig. Wo keine Klarheit herrschte, haben wir unser Möglichstes gemacht und die Provenienzlücken deklariert.»

Beim Kirchner-Gemälde «Dünen und Meer» war das aber nicht der Fall. Dabei wirft dieses Werk viele Fragen auf. Wohl mehr als alle andern in der Sammlung, die von der dunklen Geschichte des Nationalsozialismus imprägniert sind – allen voran Courbets «Le réveil»: Das Gemälde, nach dem Krieg offiziell als Raubkunst klassifiziert, konnte das Kunstmuseum nur dank einem fragwürdigen Entscheid des Berner Obergerichts 1952 behalten. Bis heute befindet es sich im Museum, zusammen mit einer Reihe von Werken, die von den Nazis einst als «entartet» denunziert und aus deutschen Museen entfernt wurden.

Solche Bilder können legal gehandelt und ausgestellt werden. Denn die Nazis verbrämten die Beschlagnahmung mit einem «Entziehungsgesetz», das bis heute nie ausser Kraft gesetzt worden ist. «Dünen und Meer» aber ist ein Sonderfall. Das Werk wurde 1937 in der Kunsthalle Bremen unter dem Titel «Meeresküste» beschlagnahmt – nicht als Eigentum der Institution, sondern als Privatleihgabe.

Die Geschichte des Gemäldes wirft ein Licht auf das Spannungsfeld von Recht und Moral. Und die mangelnde Aufarbeitung lässt erahnen, wie gering das Interesse daran war, der Provenienzfrage auf den Grund zu gehen. Trotz Indizien, trotz dem Wissen um die diskutablen Personen, die dieses Gemälde im Verlauf seiner bewegten und beredten Geschichte in den Händen hielten.

Henzes beruhigende Worte

Nach der Ersteigerung bei Kornfeld war den Berner Museumsverantwortlichen offenbar nicht wohl bei der Sache. Marc Fehlmann, Konservator und rechte Hand von Direktor Stooss, schrieb am 11.August 2000 einen Brief an Wolfgang Henze, dem anerkannten Kirchner-Experten und Mitinhaber der Galerie Henze&Ketterer. Fehlmann bat um Abklärungen, das Werk «Dünen und Meer» betreffend. Henzes Antwort an den 38-jährigen Konservator mündete in den fast schon väterlichen Zuspruch: «Sie können (...) nach allem, was ich weiss und nach menschlichem Ermessen absolut beruhigt sein.»

Grund zur Unruhe gab offenbar der Name Conrad Doebbeke, der in der Herkunftsgeschichte des Gemäldes auftauchte. Doebbeke, Jurist und Kunstsammler, war eine zwielichtige Figur, deren Rolle weitgehend unerforscht ist. Bereits 1931 trat der glühende Antisemit in die NSDAP ein. Nach 1933 kaufte er wissentlich und in grossem Stil Raubkunst, die aus geplünderten jüdischen Sammlungen stammte. Nach dem Krieg befanden sich über 300 Kunstwerke in seinem Besitz. Doebbeke machte sie zu Geld.

«Doebbeke ist grundsätzlich mit grosser Vorsicht zu behandeln», sagt Stefan Koldehoff, Autor des Standardwerks «Das Geschäft mit der NS-Raubkunst». Henze indes stellte dem Kunstmuseum einen Persilschein aus und suggerierte, Doebbeke habe das Bild aus einer unverfänglichen Quelle erworben. Doch sein Brief beruhte auf falschen Annahmen und einer widersprüchlichen Interpretation. Auf Nachfrage kann Henze die Widersprüche auch heute nicht auflösen.

Damit ist er allerdings nicht alleine. Der Catalogue raisonné für die Kirchner-Werke – so etwas wie die Bibel der Kunstwissenschaftler – enthält falsche Informationen, welche die zweifelhafte Geschichte des Werks verwischen. Mehr noch: Alle Publikationen, die Angaben zu «Dünen und Meer» machen, stellen die Herkunftsgeschichte des Gemäldes falsch dar.

Der Auktionskatalog von Kornfeld aus dem Jahr 2000 gehört dazu, ebenso die offiziöse Datenbank «Entartete Kunst» der Freien Universität Berlin. Und das, obwohl die wahre Geschichte mit relativ geringem Aufwand zu rekonstruieren ist.

Von Berlin nach Bremen

1918, als Kirchner schon in Davos weilt, verkauft seine Lebensgefährtin Erna Schilling das Gemälde dem Frankfurter Kunsthändler Ludwig Schames für 900 Reichsmark – heute umgerechnet rund 3300 Franken. Schames ist der wichtigste Förderer des Malers. 1919 stellt er das Bild unter dem Titel «Küstenlandschaft» in seinem Kunstsalon aus.

Zehn Jahre später gelangt es als Leihgabe eines Schweizers in die Kunsthalle Bremen. Das belegen Dokumente aus dem Archiv der Institution. Im September 1938 will das Propagandaministerium wissen, ob es sich beim Gemälde um die Leihgabe eines «reichsdeutschen oder eines ausländischen Eigentümers» handle. Denn das Nazigesetz erlaubt nur die Enteignung inländischer Personen und Institutionen.

Der Direktor der Bremer Kunsthalle antwortet in einem Brief, unterschrieben mit «Heil Hitler!»: Kirchners «Meeresküste» sei die Leihgabe eines «in Brüssel wohnhaften Schweizer Kunstfreundes». Dieser sei inzwischen verstorben. «Ob er Erben hinterlassen hat, konnten wir auf Anfrage nicht erfahren.» Bis heute ist ungeklärt, wer der «Schweizer Kunstfreund» war.

Ketterers Auktionskunst

Obwohl die Beschlagnahmung selbst nach dem Pseudogesetz der Nazis widerrechtlich ist, wird das Kirchner-Gemälde 1938 zur «Verwertung» freigegeben. Es gelangt in die Berliner Galerie von Ferdinand Möller, einem der vier offiziellen Verwerter im Auftrag der Nazis. Möller verkauft das Werk erst nach dem Krieg – an Conrad Doebekke.

Als dieser 1954 stirbt, kommen Doebbekes Witwe und ihr Sohn Tomy zum Zug. Sie beginnen Ende der Fünfzigerjahre damit, einen Grossteil der dubiosen Sammlung Doebbeke zu verkaufen. Und sie finden dafür willige Händler. 1959 wird «Dünen und Meer» im Stuttgarter Kunstkabinett von Roman Norbert Ketterer versteigert.

Die «Stuttgarter Nachrichten» berichten am 1.Juni 1959 von «sich überschlagenden fünfstelligen Zahlen» bei einer Reihe von Ölgemälden. 24000 Mark erzielt das Kirchner-Gemälde bei Ketterer – ein enormer Preis damals. Er fügt sich in die Kunstmarktsituation ein: Nach dem Krieg explodieren die Preise für Werke, die wenige Jahre zuvor noch als «entartet» verfemt worden sind.

Lukratives Desinteresse

Ketterer, der es vom Altölhändler zum König der deutschen Auktionssäle geschafft hat, ist bekannt für sein geschäftsförderndes Desinteresse an der Herkunft der Bilder, die er im grossen Saal seiner Villa Berg kunstvoll versteigert. Kirchners «Dünen und Meer» verkauft er einem deutschen Galeristen. Nach weiteren Stationen taucht es Jahre später bei Kornfeld wieder auf – und das Kunstmuseum Bern greift zu.

Ein Fauxpas? Über den Umgang mit Privatleihgaben, die von den Nazis konfisziert wurden, streiten Juristen bis heute. Die zentrale Frage ist, ob das «Entziehungsgesetz» für «entartete Kunst» auch dann gültig bleibt, wenn es um Privateigentum geht. In mehreren teils langjährigen Restitutionsprozessen kam es zu unterschiedlichen Urteilen. Berühmt ist der Fall von Sophie Lissitzky-Küppers: 13 Gemälde aus ihrer Sammlung wurden 1937 im Provinzialmuseum Hannover beschlagnahmt, darunter mehrere Klee-Werke.

Klees Zeichnung «Verlassener Platz einer exotischen Stadt» – 1990 bei Kornfeld versteigert – ist inzwischen restituiert worden. Um Klees «Sumpflegende» wird noch immer juristisch gerungen. Das Gemälde befindet sich heute im Lenbachhaus in München.

Die Frage der Sorgfaltspflicht

Wie es das Auktionshaus Kornfeld mit Sorgfaltspflichten hält, hat Bernhard Bischoff, desig-nierter Nachfolger von Kornfeld, kürzlich an einer Podiumsdiskussion formuliert: «Seit den Neunzigerjahren lassen wir alle Kataloge scannen und prüfen. Wenn ein Werk irgendwelche Makel hat, lassen wir die Finger davon.» Wie passt das zum Fall Kirchner? «Da das Gemälde nach 1945 bereits auf einer Auktion verkauft, in mehreren Ausstellungen öffentlich gezeigt und in diversen Katalogen publiziert wurde, es also im Kunstmarkt gut ‹bekannt› war, und zudem kein Eintrag im ‹Art Loss Register› vorhanden war, durfte davon ausgegangen werden, dass keine Rechtansprüche mehr bestehen», hält die Galerie Kornfeld auf Anfrage fest.

Der frühere Museumsdirektor Toni Stooss war für einen Kommentar nicht zu erreichen. Als er das Kirchner-Gemälde im Herbst 2000 den Medien präsentierte, gab Stooss seiner Hoffnung Ausdruck, das Kunstmuseum sei für das Werk «hoffentlich» der endgültige «Hafen» einer Odyssee. Es waren schwierige Zeiten im Kunstmuseum. Stooss war angezählt, nur wenige Monate später trennte sich der Stiftungsrat von ihm. «Die Basis für eine gedeihliche Zusammenarbeit» sei nicht weiter gegeben, hiess es.

Matthias Frehner, damals Kunstredaktor bei der NZZ, verabschiedete Stooss mit wenig erbaulichen Worten – im Jahr darauf wurde er zu seinem Nachfolger gekürt. Später wurde Konservator Marc Fehlmann von Frehner fristlos freigestellt – es war ein weiterer Eklat im kriselnden Kunstmuseum.

Fehlmann, inzwischen Direktor des Museums Oskar Reinhart in Winterthur, kann sich auf Nachfrage an die genauen Umstände des Kirchner-Kaufs nicht mehr erinnern. Er sagt aber: «Ich habe immer die Ansicht vertreten, dass das Eruieren der vollständigen Provenienz eines Kunstwerks in öffentlichem Besitz Museumsaufgabe ist.»

Bis vor kurzem noch wusste Museumsdirektor Frehner nichts von der fragwürdigen Provenienz des Bildes. Als ihn diese Zeitung vor zwei Wochen auf die offenen Provenienzfragen aufmerksam machte, stufte Raubkunstexperte Frehner den Fall als «aufklärungsbedürftig» ein. Nun, mit den Rechercheergebnissen konfrontiert, will der Direktor keine Stellungnahme abgeben. 

Summary in English:

In September 2000 the Kunstmuseum Bern announced it had bought at an auction at Eberhard Kornfeld a Kirchner painting, 'Dunes and Sea' for 1.45 million SF. Bern has an annual purchasing budget of 200,000 SF. In December 2013 the director, Matthias Frehner, announced that the museum had no looted works of art - all provenance gaps had been declared (though it is unclear where these appear). But Bern owns Courbet's 'Le réveil', known to be looted, and only in the collection due to a questionable decision of the Bern court in 1952. 'Dunes and sea' is also looted, seized in 1937 from the Kunsthalle Bremen where it was on loan from a private collection. The history of the painting sheds light on the tension between law and morality. After its acquisition, Bern wrote to Wolfgang Henze of Galerie Henze & Ketterer, an expert on Kirchner. Henze said the work had come from the collection of Conrad Doebbeke and was 'clean' (though Doebbeke was known to have bought many looted works of art). The true story of the painting is easy to establish. It was owned in 1937 by a 'Swiss art lover resident in Brussels', which didn't stop the Nazis seizing it. It then went to the Berlin Galerie Ferdinand Möller who sold it to Doebbeke. After his death it was sold in 1959 at Ketterer in Stuttgart to a German gallery, reappearing at Kornfeld in 2000. Matthias Frehner says he knew nothing of this till two weeks ago and agrees an explanation is needed.

http://www.bernerzeitung.ch/kultur/kunst/Ein-zweifelhaftes-MillionenGeschenk/story/24948569
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